Bindung und Heilung vor, während und nach der Schwangerschaft

 

"Jede Regung der inneren Welt der Mutter berührt auch Körper und Seele des Ungeborenen...die Einstellung der Mutter zu ihrem ungeborenem Kind ist ausschlaggebend für seine Entwicklung , seine Persönlichkeit nach der Geburt, seine Beziehungen und sein soziales Verhalten." -György Hidas, Jenö Raffei-

 

 

Die "Schwangerschaft" ist eine wundervolle Zeit für die werdende Mutter.

Manchmal wird diese wunderschöne Erfahrung von Sorgen, Ängsten, Stress und körperlichen Beschwerden begleitet und kann somit auch das Ungeborene beeinflussen.

Die Ambivalenzen, die daraus durch die Gefühlswelt entstehen, können z.b. zu folgenden Symptomatiken führen:

-Übelkeit

-Übertragung

-Frühzeitige Wehen

-Symphysenlockerung

-Beckenendlage

-Geburtsstillstand, Muttermund öffnet sich nicht weit genug

 

Das Baby im Bauch hat noch keine Möglichkeiten sich von den Gefühlen der Mutter abzugrenzen, nicht nur die Worte die ausgesprochen werden können das Ungeborene beeinflussen, sondern besonders die Botschaften ( Gedanken und Gefühle ) die ständig weiter gegeben werden.

 

Es werden auch die Erfahrungen bzw. unterdrückten Emotionen der Mutter an das Baby weiter gegeben, welche die Mutter in ihrer eigenen Schwangerschaft erleben musste. Diese Erfahrungen von damals haben sich im Zellbewusstsein ihrer Gebärmutter gespeichert und können dazu führen, das sich das Ungeborene aus unerklärlichen Gründen in der Gebärmuttter nicht wohl fühlt.

Somit ist es sehr wichtig, das die Mutter sich mit ihrer eigenen Geschichte vertraut macht und evtl. ihre Erfahrungen von damals, aufarbeitet.

Auch kann eine vorangegangene Fehlgeburt vom Baby im Mutterleib wahrgenommen werden oder ein Zwillingsverlust während der gemeinsamen Schwangerschaft. 

 

Über die Nabelschnur nimmt das Baby nicht nur die Nahrung auf, sondern auch die Emotionen der Mutter, die durch hormonelle Botenstoffe an das Nabelschnurblut weiter gegeben werden.

Damit macht das Baby seine ersten Erfahrungen im Bezug zum Thema "Versorgt sein":

"Wie gut werde ich genährt? Ist es sicher genug für mich diese Nahrung anzunehmen oder ist es besser für mich diese abzulehnen, es ist nie genug da, werde ich liebevoll versorgt...". Essstörungen können sich hier bereits im Unterbewusstsein manifestieren und sich später im Leben zeigen.

 

In der "Bindungsarbeit-Bindung im vorgeburtlichenRaum" gehen wir in einen tiefen und bewussten Kontakt zur Gebärmutter und darüber hinaus direkt zum Baby.

Mit der Zeit findet dieser Kommunikationsaustausch auf einer tieferen Ebene statt und die Botschaften des Babys werden intensiver wahr genommen, diese kommen in Form von Bildern, Gefühlen oder Worten.

Die Babys sind bewusste Wesen und gehen in Resonanz mit den Gefühlen und der Geschichte ihrer Eltern seid Beginn ihrer Zeugung, wahrscheinlich bereits weit vor dieser Zeit...deswegen erwarten die Kleinen auch, das wir nicht nur "über" sie sprechen sondern "zu" ihnen sprechen.

 

In der "liegenden Behandlung" können körperliche Beschwerden, Ängste und Sorgen heilsam integriert und durch kraftvolle Ressourcen ersetzt werden.

Diese Veränderung bei der Mutter sorgt auch für eine weitreichende positve Erfahrung bei ihrem Baby im Bauch.

 

Ist ein Baby nach der Geburt "vollständig" in seinem Sein angekommen, dann können wir beobachten wie seine körperliche und geistige Entwicklung sich von anderen Babys unterscheidet.

 

 


 

In der heutigen Zeit ist es nicht immer möglich eine "Geburt" selbstbestimmt zu erleben.

Aus Zeitgründen oder Angst vor Komplikationen finden in den Krankenhäusern leider immer häufiger Interventionen während der Geburt statt.

Noch Monate nach der Geburt können die Mütter eine tiefe Enttäuschung und Traurigkeit wahrnehmen, diese Gefühle werden vom Umfeld ( Familie, Freunde ) nicht immer verstanden oder toleriert.

Viele Mütter erlauben sich nicht ihren Gefühlen nachzugehen oder verurteilen sogar sich selbst und machen sich Vorwürfe darüber, das die Geburt nicht so stattgefunden hat, wie man es sich gewünscht hatte.

Dadurch erleiden sie oftmals körperliche und emotionale Beschwerden, denn jede Unterdrückung von Emotionen führt zur Stagnation im Körper und raubt die Lebenslust und die Freude darüber, Mama zu sein.

 

In der Behandlung bekommen die Mütter wieder Kontakt zu ihren eigenen Ressourcen und die Erfahrung aus der Geburt kann heilsam integriert werden.

Dadurch kommt die Mutter wieder in Kontakt mit ihrer ursprünglichen Kraft und erhält dadurch mehr Raum zur Verfügung-Raum für sich selbst und für ihre Familie.