Der Anfang in etwas Ungewisses kann uns in Angst versetzen, doch ist es genau das, was uns Wachstum beschert.

 

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit und erfüllt die werdenden Eltern mit einer endlosen Vorfreude und Liebe zum ungeborenen Kind.

Diese Freude kann durch Ängste, Stress oder Sorgen in den Hintergrund fallen und sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken.

 

Eine bewusste Kommunikation zwischen Mama und dem ungeborenen Kind führt zu einer intensiven Bindung im pränatalen Raum und hat einen positiven Einfluss auf die Geburt. Das Baby fühlt sich dadurch gesehen und gehört und beginnt sich selbst zu entdecken, ein tiefes Urvertrauen zwischen ihm und der Umwelt entsteht. Das Baby bleibt mit seiner Aufmerksamkeit mehr bei sich und mehr IM JETZT präsent, als gedanklich im außen unterwegs zu sein und sich dabei in Angst und Sorgen zu verlieren.

Ein bewusster Gedankenaustausch setzt liebevolle Grenzen zwischen dem Gefühlsleben der Mama und dem Baby im Bauch.

 

Das Ungeborene reagiert auf alle Gedanken, Worte und Gefühle seiner Mama.

Es kann noch keine Grenzen zwischen sich und seiner Umwelt setzen und somit kann es nicht unterscheiden, ob die "Gefühlswellen" seiner Mama zu ihm gehören oder nicht. Für das Kind bedeutet es, das jedes Gefühl und jeder Gedanke der Mutter zu seiner Erfahrung werden und sich dadurch in seinem Unterbewusstsein speichern, die ersten Glaubensmuster entstehen und beinflussen das weitere Leben.

 

Wenn eine Mutter sich durch tiefe und langsame Atemzüge zu ihrem Herzen hin entspannt, um sich dann gedanklich mit der Gebärmutter zu verbinden, können ihre Fragen an ihr Baby durch von ihm gesendete Bilder, Gefühle oder sogar Worte beantwortet werden.

Diese wundervollen und bewussten "Wesen" im Bauch der Mama wollen das man MIT ihnen spricht und nicht nur über sie spricht oder wartet bis sie geboren sind...sie möchten gesehen und gehört werden und das wird niemals aufhören.

 

Wir Erwachsenen kennen uns mit diesem Thema sehr gut aus, so ist es uns  auch wichtig wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden.

Unsere Worte wollen gehört werden und wir möchten uns willkommen fühlen.

Wir wollen uns nicht verbiegen müssen um anderen zu gefallen.

All diese Themen, wenn sie uns im Erwachsenenalter immer noch begegnen, haben mit dem Ursprung zu tun, der Schwangerschaft, der Geburt oder der Kindheit.

Der Übergang von Schwangerschaft zur Geburt prägt unsere Körperzellen und kann uns ein Leben lang begleiten. Es setzt uns immer vor schwierigen Herausforderungen, sobald wir etwas Neues beginnen möchten.

 

Auf physischer Ebene kann dieser bewusste Austausch dazu führen, das sich der muskuläre Tonus der Gebärmutter verändert oder sich, wenn die Geburt kurz bevorsteht, der Muttermund weiter öffnet, sich der Beckenboden mehr entspannt...ist z.b ein Kaiserschnitt geplant, dann muß das Ungeborene darauf vorbereitet werden, das der Weg "nach draußen" nicht der Erwartung des Babys entspricht.

"Redet, redet, redet mit Euren Babys und lasst sie wissen, was sie während der Geburt erwartet. Denn was Ihr in Gedanken zu Eurem Baby sagt, das bekommt niemand im Krankenhaus mit. Aber Ihr bleibt dadurch in Kontakt mit Eurem Kind und es fühlt sich nicht verloren, sondern weiß, egal wie die Geburt verläuft, es ist sicher und hat dadurch eine Ahnung davon was auf ihm zukommt. Somit bleibt die Bindung zur Mama bestehen und wird dadurch noch mehr gefestigt."

 

 

Wenn ein Baby nach der Geburt "Selbstbestimmt" geboren wurde, weil es sich sicher genug während der Schwangerschaft und Geburt gefühlt hat, dann können wir beobachten wie seine körperliche und geistige Entwicklung sich von anderen Babys unterscheidet.

 

An einem Ort an dem es still ist und man sich sicher fühlt, beginnt jeder Mensch seine Aufmerksamkeit zu sich, nach innen zu richten und Heilung geschieht...wir beginnen uns wieder zu erinnern...wir hören auf rastlos durch die Zeit zu irren.

 

Durch eine achtsame Begleitung in der Schwangerschaft, können wir diesen wunderschönen "Neuankömmlingen" den Start ins Leben ermöglichen, der unser aller "Geburtsrecht" ist:

Ein selbstbestimmtes Leben zu führen.